Ist ein VPN gefährlich? Nicht sichere VPNs

Sind Sie auf der Suche nach einem sicheren VPN und fragen sich, ob ein VPN gefährlich oder schädlich für den Schutz der Privatsphäre und Ihre Daten sein kann?

In Wirklichkeit existieren zahlreiche, sehr beliebte VPN-Dienste auf dem Markt, die Ihre Privatsphäre im Netz nicht schützen, was fälschlicherweise versprochen wird. Manche infizieren Ihren Computer, geben Ihre IP-Adresse preis, stehlen Ihre privaten Daten, installieren Tracking-Software auf ihren Geräten, geben Ihre Daten an Dritte weiter oder nehmen Ihnen sogar Ihre Bandbreite.

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Wie Sie weiter unten sehen werden, sind viele der gängigen VPNs nicht wirklich sicher – vor allem, wenn Sie das VPN zum Schutz Ihrer Privatsphäre einsetzen möchten.

Manche VPNs scheinen perfekt zu sein, stellen dann aber bei genauerer Überprüfung ein absolutes Sicherheits- und Sicherheitsrisiko dar.

Um etwas mehr Klarheit auf dem VPN-Markt zu schaffen, sind hier verschiedenen Informationen über diverse VPN-Anbieter aufgelistet, welche den Nutzer auf irgendeine Weise hinters Licht führen. Die VPN-Software folgender Anbieter stellt für Kunden ein Sicherheitsrisiko dar.

Sämtliche hier aufgeführten Informationen sind öffentlich im Netz recherchierbar und frei zugänglich.

VPNs und Unternehmenssitz: Was ist zu beachten?

5-Eyes-Countries:

Berücksichtigen Sie immer die zuständige Gerichtsbarkeit Ihres VPN-Anbieters.

Folgende fünf Länder arbeiten in einer Allianz zusammen, um Daten zur Massenüberwachung zu sammeln, auszutauschen und zu analysieren:

  • Vereinigte Staaten (USA)
  • Vereinigtes Königreich (UK)
  • Australien (AUS)
  • Kanada (CAN)
  • Neuseeland (NZL)

14-Eyes-Countries:

Zusätzlich zu den fünf oben genannten Ländern arbeiten die folgenden Länder zusammen, um Daten zur Massenüberwachung zu sammeln und zu analysieren:

  • (5-Eyes-Länder wie oben)
  • Frankreich
  • Dänemark
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Italien
  • Deutschland
  • Belgien
  • Spanien
  • Schweden

Eine fragwürdige Stellung nimmt Israel ein. Obwohl Israel offiziell in keiner Allianz ist, ist das Land vielen Quellen zufolge ein enger Partner der NSA.

Kostenlose VPNs – wie sicher sind sie?

Kostenlose VPN-Dienste haben sich als eine Katastrophe für die Privatsphäre und die Sicherheit erwiesen.

Mit kostenlosen VPNs können die Anbieter Geld verdienen, indem sie Ihre Daten aufzeichnen und verkaufen, Sie mit Werbeanzeigen überfluten oder Ihren Browser auf E-Commerce und Websites von Drittanbietern umleiten.

Viele der beliebtesten kostenlosen VPNs von Google und Apple sind mit Malware infiziert. Grundsätzlich gilt: “Wenn etwas kostenlos ist, dann sind Ihre Daten das Produkt.” 

Informieren Sie sich über die besten kostenlosen VPNs hier>>

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie sich unbedingt eines unserer besten Premium-VPNs holen.

VPN-Apps für Android – ein Sicherheitsrisiko

Grundsätzlich sollten Sie beim Herunterladen einer VPN-App auf Ihr Mobilgerät immer vorsichtig sein.

Eine Studie über Android VPN-Apps ergab, dass

  • 84% Ihre IP-Adresse preisgeben
  • 82% versuchen, auf Ihre vertraulichen Daten zuzugreifen
  • 75% verwenden Tracking von Drittanbietern
  • 38% enthalten Malware
  • 18% Ihre Daten nicht wirklich verschlüsseln.

Das ist allerdings keine Überraschung. Im Laufe der Jahre haben sich alle Arten von Apps sowohl für Android als auch für iOS als Alptraum für Sicherheit und Datenschutz erwiesen.

Hier führen wir einige risikoreiche VPNs auf: 

Archie VPN: 

Archie VPN wurde auf Platz 6 unter den Top 10 der am meisten mit Malware-infizierten Android VPN-Apps angeführt. In einer Studie wurden verschiedene Formen von Malware identifiziert: Adware, Trojaner, Malvertising, Riskware und Spyware.

Betternet: 

In einer wissenschaftlichen Studie wurde Betternet auf Platz 4 unter den Top 10 der mit Malware am meisten infizierten Android-VPN-Apps aufgeführt. Außerdem wurde die Einbettung von 14 verschiedenen Tracking-Libraries von Drittanbietern in ihre Android-VPN-App entdeckt, wobei sie den Nutzern „Privatsphäre und Sicherheit“ versprechen.

CM Data Manager: 

Die Android-VPN-App von CM Data Manager wurde in einer wissenschaftlichen Arbeit als “schädlich oder aufdringlich” eingestuft.

CrossVPN: 

CrossVPN wurde auf Platz 5 unter den Top 10 der am meisten Malware-infizierten Android VPN-Apps aufgeführt.

In der Studie wurden verschiedene Formen von Malware identifiziert: Adware, Trojaner, Malvertising, Riskware und Spyware.

DNSet:

Die Android-VPN-App von DNSet wurde in einer wissenschaftlichen Arbeit als “schädlich oder aufdringlich” eingestuft.

Easy VPN:

Easy VPN wurde auf Platz 2 unter den Top 10 der mit Malware am meisten infizierten Android VPN-Apps angeführt. (Hinweis: Der App-Entwickler von Easy VPN war auch für “ok VPN” verantwortlich, die am häufigsten von Malware befallene VPN-App im Google Play Store – wurde jedoch inzwischen entfernt.) Easy VPN integriert Adware in den Quellcode mit dem Ergebnis, dass unerwünschte Meldungen (Werbeanzeigen) über allen anderen aktiv, geöffneten Fenstern erfolgen können.

Fast Secure Payment:

Fast Secure Payment wurde auf Platz 10 unter den Top 10 der mit Malware am meisten infizierten Android-VPN-Apps angeführt.
In der Studie wurden verschiedene Formen von Malware identifiziert: Adware, Trojaner, Malvertising, Riskware und Spyware.

Flash Free VPN:

Flash Free VPN wurde des Einbettens von 11 verschiedenen Tracking-Libraries von Drittanbietern in seine Android VPN-App überführt. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Privatsphäre und Sicherheit des Benutzers. (Infos>>)

Globus VPN:

Die Adroid-VPN-App von Globus VPN wurde in einer wissenschaftlichen Arbeit als “schädlich oder aufdringlich” eingestuft.

HatVPN:

HatVPN wurde unter den Top 10 der meisten Malware-infizierten Android-VPN-Apps auf Platz 7 angeführt. In der Studie wurden verschiedene Formen von Malware identifiziert: Adware, Trojaner, Malvertising, Riskware und Spyware.

Hide My Ass:

Hide My Ass (HMA) ist in Großbritannien ansässig – ein schlechter Standort für die Privatsphäre aufgrund der obligatorischen Vorratsdatenspeicherung und Massenüberwachung. Großbritannien ist Teil der Five Eyes.

HMA arbeitete in der Vergangenheit mit der Weitergabe von Kundendaten an Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt in beunruhigender Weise mit.

Hola:

Hola ist ein in Israel ansässiger VPN-Dienst, der die Bandbreite seiner Nutzer über seine Schwesterfirma Luminati weiterverkaufte.

Hola-Benutzer fungieren als Endpunkte für das gesamte Netzwerk. Dies bedeutet, dass andere Personen Ihre Bandbreite und IP-Adresse verwenden, wenn Sie Hola verwenden, und Sie können für deren Aktivitäten verantwortlich gemacht werden. Lesen Sie unseren Bericht über Hola>>.

Hotspot Shield VPN:

In einer wissenschaftlichen Arbeit wurde aufgedeckt, dass Hotspot Shield VPN seiner Android-VPN-App  zu Werbe- und Tracking-Zwecken absichtlich JavaScript Codes hinzufügte.

Weiters ergab die Analyse des Quellcodes von Hotspot Shield VPN, dass „aktiv mehr als fünf verschiedene Tracking-Bibliotheken von Drittanbietern verwendet werden“. Außerdem leiteten sie den Nutzerverkehr über ein Partnernetzwerk an E-Commerce-Websites wie alibaba.com und eBay.com weiter (siehe Studie).

Benutzer beschwerten sich in der Vergangenheit auch über betrügerische Aktivitäten, nachdem sie ihren kostenpflichtigen VPN-Service erworben haben.

Ebenfalls beunruhigend sind die Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien, zu denen u.a. Folgendes gehört: Werbetreibende können über die Hotspot Shield App bestimmte Daten über Ihr Gerät erfassen und Browser-Cookies ablegen etc. 

Ip-shield VPN:

Ip-shield VPN fügt Tracking-Bibliotheken von Drittanbietern in ihre Android-VPN-App hinzu. Diese Nachverfolgungsbibliotheken (wie NativeX und Appflood) werden verwendet, um Nutzer gezielt mit “passenden” Werbeanzeigen zu erreichen, wodurch sich die “kostenlose” App refinanziert. (Weitere Infos>>)

Ivacy VPN:

Ivacy ist ein VPN-Anbieter aus Hongkong, der einige Probleme hat. Die Geld-Rückerstattungsrichtlinie beschränkt Sie auf 500 MB Bandbreite und 30 Sitzungen.

Einige Blogger warfen Ivacy auch vor, sie hätten ihre VPN-Server-Standorte gefälscht, was bedeutet, dass sie nicht die Standorte erhalten haben, für welche sie bezahlt haben (Info>>). Es besteht auch das Gerücht, dass Ivacy und PureVPN sich in derselben Firma befinden und dieselbe Netzwerkinfrastruktur verwenden.

One-Click-VPN:

One-Click-VPN wurde unter den Top 10 der mit Malware am meisten infizierten Android-VPN-Apps auf Platz 9 aufgeführt. In der u.a. Studie wurden verschiedene Formen von Malware identifiziert: Adware, Trojaner, Malvertising, Riskware und Spyware.

SuperVPN:

SuperVPN wurde unter den Top 10 der meisten Malware-infizierten Android-VPN-Apps auf Platz 3 aufgeführt. In der Studie wurden verschiedene Formen von Malware identifiziert: Adware, Trojaner, Malvertising, Riskware und Spyware (weitere Info hier>>).

Rocket VPN:

Die Android VPN-App von Rocket VPN wurde  als “schädlich” oder “aufdringlich” eingestuft und positiv auf Malware getestet.

Spotflux VPN:

Die Android VPN-App von spotflux VPN wurde als “schädlich oder aufdringlich” eingestuft (siehe Studie>>).

Surfeasy:

Surfeasy integrierte Tracking-Bibliotheken von Drittanbietern in ihre Android-VPN-App. Diese Nachverfolgungsbibliotheken (wie NativeX und Appflood) werden verwendet, um Nutzern gezielte Werbeanzeigen zu senden, wodurch die “kostenlose” App kommerziell genutzt wird (mehr Infos>>). 

Tigervpns:

Seine Android-VPN-App wurde als “schädlich oder aufdringlich” eingestuft und positiv auf Malware getestet.

VPN Free:

Die Android-VPN-App wurde als “schädlich” oder “aufdringlich” eingestuft und positiv auf Malware getestet hat.

VPNSecure:

VPNSecure hat seinen Sitz in Australien (5-Eyes-Land). Dies wirkt sich negativ auf die Wahrung der Privatsphäre aus. In einer Untersuchung wurde das Durchsickern von IPv6- und DNS-Anfragen entdeckt, wodurch die Benutzer überwacht werden können.

 

“No Logs” -VPNs:

Es gibt zahlreiche VPN-Anbieter, die behaupten, keine Nutzerdaten zu protokollieren. Allerdings werden dann ihre Protokollierungsaktivitäten in den Datenschutzrichtlinien versteckt.

Beispiele hierfür sind Betternet und PureVPN. Verbindungsprotokolle sind zwar nicht unbedingt schlecht, aber falsche Angaben über Protokollierungsrichtlinien und widersprüchliche Angaben sind ein wachsendes Problem.

Lesen Sie hier unsere besten VPNs ohne Logs>>.

Fazit

Fakt ist: Kein VPN zu verwenden ist besser als ein schlechtes VPN!

Seien Sie vorsichtig! Bei vielen beliebten und hoch bewerteten VPNs treten Probleme auf, z. B. IP-Lecks und Funktionsstörungen.

Kostenlose VPN-Dienste sind noch gefährlicher, da die meisten Malware, Tracking oder andere Datenschutzprobleme enthalten.

Aus diesem Grund sollten Sie Ihr VPN regelmäßig testen, um sicherzustellen, dass es ordnungsgemäß funktioniert.

Informieren Sie sich hier über die besten VPNs, die sich derzeit auf dem Markt befinden

Quellen:
Muhammad Ikram et.al.: An Analysis of the Privacy and Security Risks of Android VPN Permission-enabled Apps, https://research.csiro.au

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